Bericht zu den Opti-Erfolgen bei EM / WM
Opti-EM: 10.-17.7.07

229 Teilnehmer aus 38 Nationen kämpften bei der Optimist-EM vor Varkiza, einem Badeort südlich von Athen. Und zwar nicht nur um die Plätze, sondern vor allem gegen den Wind: Starker Meltemi bis 7 Beaufort beherrschte die Veranstaltung und bescherte der Flotte sogar zwei Stehtage.
Acht der zwölf ausgeschriebenen Wettfahrten konnte dann doch gesegelt werden, und da waren vor allem Kinder mit entsprechender Größe und Gewicht im Vorteil. Die Siege gingen an zwei hochgewachsene Segler aus Spanien und Frankreich. Bei den Mädchen triumphierte die 15-jährige Andalusierin Patricia Goro, die mit dem EM-Titel einen perfekten Schlusspunkt unter ihre Opti-Karriere setzte, bei den Burschen gewann Etienne Le Pen, ein 14-jähriger, der in Neukaledonien lebt. Frankreich überzeugte auch als Team - alle vier Burschen segelten sich in die Top Ten.
Als beste Österreicher empfahlen sich zwei Tiroler Kinder: Viktoria Grasser, die bei drei Wettfahrten als Erste um die Luvtonne gegangen war, wurde 33., David Hussl 47.
Alexander Gastl wurde 93.
Alle Ergebnisse unter www.optieuro2007.gr

Opti-WM: 22.-28.7.07
Das größte Feld aller Zeiten ging bei der Weltmeisterschaft in Cagliari/Sardinien an den Start. 251 Mädchen und Buben aus 55 Nationen gingen an den Start. Darunter waren Kinder aus Ländern, in denen es bis vor wenigen Jahren noch keinerlei Optimist-Aktivitäten gegeben hat, etwa aus der Dominikanischen Republik oder aus Kenia. Relativ neu in der Optiszene sind auch die Australier, Russen und Ukrainer.
Für heuer wurde erhofft, dass sich die Europäer auf dem heimischen Starkwind-Revier besser schlagen werden als im Vorjahr, als die WM im trickreichen Revier des Rio de la Plata in Uruguay ausgetragen wurde. Damals schafften es nur 3 europäische Teilnehmer unter die besten Zwanzig.
Für Österreich ging ein fünfköpfiges Team in Sardinien an den Start: Lara Vadlau, Simon Meister, Benjamin Bildstein, Tanja Loibelsberger und Lukas Hussmann.
Einen sensationellen Auftritt lieferte dann auch die österreichische Opti-Truppe: Die Kärntnerin Lara Vadlau belegte im Endklassement Rang zehn und holte damit die Silbermedaille der Mädchenwertung. Benjamin Bildstein beendete die Serie auf Rang 15, Lukas Hussmann wurde 45., Simon Meister 75, Tanja Loibelsberger 97. Damit lagen alle Österreicher unter den besten 100 ! Das hat es in Österreich noch nie gegeben.
Im Teamrace lief es nicht ganz so gut. Die Qualifikation wurde als 8. Nation geschafft, dann sind unsere Kids leider ausgeschieden.
Die WM wurde bei sehr abwechslungsreichen Verhältnissen abgewickelt, bei 5 der 13 Wettfahrten gab es leichten Wind, der Rest war von starkem Wind geprägt, wobei die Kinder ein Mal sogar mit 32 Knoten zu kämpfen hatten. Wer sich hier durchsetzte, musste jedenfalls echte Allround-Qualitäten zeigen.
Der Sieg ging an Chris Steele aus Auckland, der damit zum ersten Mal Opti-WM-Gold für Neuseeland holte. Die Mädchenwertung gewann seine Clubkollegin Alexandra Maloney, der als Drittplatzierter auch der Sprung aufs Stockerl im Gesamtklassement gelang.
Alle Ergebnisse unter www.sailingsardinia.it