Zum 2.Mal bekam der Yachtklub Achenkirch
(YKA) den Zuschlag für diese
Meisterschaft und richtete sie wieder kompetent aus (zum ersten Mal in
2001). Wieder kamen 19 Mannschaften aus GER, ITA, SUI und AUT. 10
Wettfahrten waren in 4 Tagen (Mi 17.8. bis Sa 20.8.2005) ausgeschrieben
und wurden auch erfolgreich unter dem Wettfahrtleiter Karl Schröter und
Siegi Schwarz durchgezogen. Es begann mit herrlichem Wetter aber wenig
bzw. drehendem Wind am Mittwoch, da mußten zum Leidwesen einmal des
einen und dann des anderen mehrere Wettfahrten abgeschossen werden. Doch
die abendliche Rundfahrt auf dem Achensee auf der MS Tirol samt
Galabuffet und Tombola ließ die allgemeine Stimmung wieder auffrischen.
Donnerstags dann setzte sich der berühmte "Bayrische Wind" aus
Nord mit
2-3 Bft durch und es konnten 3 Wettfahrten gesegelt werden, ebenso am
Freitag bei gleichen ja noch besseren Bedingungen. Samstags trübte sich
das Wetter ein, aber auch da konnten die noch ausständigen 3
Wettfahrten, jetzt bei frischem Südwind mit Regen, durchgeführt werden.
Favoriten aus der am Wochenende zuvor, auch beim YKA stattgehabten,
Österreichischen Meisterschaft waren die Schiffe SUI1042 von Gastone
Farolfi aus Lugano (1.Preis), AUT38 von Andi Sammer (dem Lokalmatador
des YKA, 2. Preis), SUI502 von Samuel Zubler (3. Preis), SUI577 von
Francesco Conod (4.Preis) sowie AUT64 von Edi Jerney aus Kärnten
(5.Platz). Allerdings kamen noch drei extrastarke Mannschaften dazu,
sodaß sich eine ganz neue Situation ergab. AUT6 von Christian Binder war
bei der 1. Wf. noch Dritter, bei der 2. OCS und ab dann bis auf 2 Wf
immer erstes Schiff im Ziel. Eine konstante Leistung, die so von
niemandem nachgemacht werden konnte, auch nicht von den zwei weiteren
Schweizer Mannschaften SUI506 von Alain Marchand mit Luc Monin (dem
Sieger von 2001) als Spi-Mann, und SUI538 von Sascha de Micheli. Die
beiden letzteren segelten konstant 2. und 3. Plätze, ebenso Farolfi. In
der 8.Wf. lief Farolfi absolut gleichzeitig mit Andi Sammer ein, ein
Zeileinlauf, bei dem alle den Atem anhielten, und so kam Farolfi zu
einem Gesamt-Score von 22,5, exakt O,5 Punkte mehr als De Michelis. Andi
Sammer vom YKA wurde 5. und Edi Jerney 6. in diesem EuropaCup2005. Die
Kärntnerin Johanna Otti auf AUT76 war die einzige Steuerfrau, sie schlug
sich tapfer mit ihrer 3-Männer-Crew durch alle Wettfahrten und kam auf
Platz 17, umgekehrt, Uwe Lange, der großer Sponsor dieser Regatta
(PeterMax-Möbel), kam mit seiner 3-Frauen-Crew auf Platz 18.
Die letzte Wettfahrt bei der Österreichischen Meisterschaft fand unter
dem Durchzug einer Regenfront mit bis zu 6 Bft statt, die bei der
Vorwindfahrt so manche Suprise zum Geigen brachte, sodaß auf einer auch
ein Mann über Bord ging. Er konnte gleich gerettet werden, und bei der
Siegerehrung bekam dieser den Ehrenpreis des YKA-Präsidenten Siegi
Schwarz. Alle Teilnehmer stießen mit einem Glas Prosecco auf den
Geretteten an, alle waren sehr bewegt. Allen fiel ein Stein vom Herzen,
daß nichts passiert war. Jeder begriff auch, wie schnell Spaß und
Wettkampf in Ernst umschlagen kann.
ÖSV-Ehrenpräsident Manfred Piso war der Juryvorsitzende und Helmuth
Gelmini der Vermesser, alle wirkten hervorragend zusammen, und die
Teilnehmer erlebten eine Regatta mit 10 spannenden Wettfahrten sowie
eine gemütliche, gastfreundliche Atmosphäre mit bester Bewirtung beim
YKA. Die herzlichen Dankesworte von Luc Monin, Vizepräsident der
International Surprise Association, gelten der gesamten Crew des YKA,
die mitgeholfen haben, diesen Event zu organisieren und durchzuführen,
u.a. Andi Sammer, Sportwart des YKA, der diese Regatta hereingeholt hat.
Der Achensee hat sich wieder einmal als Segelrevier präsentiert, das
attraktiv für internationale Regatten ist.
Der YKA möchte sich bei allen Sponsoren aber auch bei den anderen
Yachtclubs am See sehr herzlich für logistische und motivierende
Unterstützung bedanken.
Siegi Schwarz
Präs.d.YKA

